Grundumsatz, Ernährung

Grundumsatz Teil I

In den letzten Wochen wurde ich immer wieder mit zwei Fragen konfrontiert. „Warum nehme ich nicht ab, ich esse doch schon so wenig?!“ und „Warum bauen sich bei mir keine Muskeln auf?!“ Auf meine Nachfragen hin, kristallisierte sich heraus, dass häufig zu wenig Kalorien aufgenommen wurden, sodass nicht mal der Grundumsatz gedeckt war.

Funktion Grundumsatz!

Der Grundumsatz ist der Mindestbedarf an Energie die der Körper benötigt um alle wichtigen Körperfunktionen, wie Atmung, Herzschlag, Verdauung und Stoffwechsel aktiv zu halten.

Was passiert wenn der Grundumsatz zu gering ist?

Wer nun abnehmen will – katabole Prozesse fördern will – sollte doch theoretisch Erfolg mit einer geringen Kalorienzufuhr haben. In der Tat findet in den ersten Wochen eine Gewichtsreduktion stattfinden, leider baut der Körper nicht nur Fettdepots ab, sondern auch Muskelmasse. Während man selber weiß, dass man nur Abnehmen möchte, verfällt der Körper immer mehr in eine Notsituation. Er versucht mit allen Mitteln die Körperfunktionen aktiv zu halten und verbrennt wertvolle Eiweiße (Muskelmasse), da sie mehr Energie liefern können als Fettdepots. Nach einer gewissen Zeit schüttet er vermehrt Cortisol und Adrenalin (Stress-Hormone) aus, dadurch stagniert die Gewichtsreduktion. Eine höhere Konzentration dieser Hormone führt auf lange Sicht zum Schlafmangel, Depression, Immunschwäche und unweigerlich zu Übergewicht (auch Diabetes Erkrankung könnte die Folge sein). 
Gerade Cortisol sorgt für eine vermehrt Speicherung von Fett in der Bauchregion. Vermehrt sich nun noch der Schlafmangel so wird Grehlin, ein Wachstumshormon, gebildet was wiederum zu vermehrtem Hunger führt. Kommt man diesem Gefühl nach, so wird diese Nahrung als Fett gespeichert. Schlussendlich nimmt man ungewollt wieder zu und versucht evtl. krampfhaft noch weniger zu essen. Es entsteht somit ein immer schlimmer werdender Teufelskreis.

Eine Gute Dokumentation ist wichtig!

Wie oben schon erwähnt, sind wir schneller gereizt, anfälliger für Krankheiten und nehmen vermehrt zu oder nicht mehr weiter ab. Schlussendlich gibt es in der heutigen Zeit viele Möglichkeiten seinen Grundumsatz berechnen zu lassen und zu kontrollieren. Dazu ist eine strickte Dokumentation nötig. Gerade in der ersten Zeit, bis man ein Gefühl bekommt, wie viel oder wenig man essen darf.

Nun steht sicherlich die Frage im Raum, wie berechne ich meinen Grundumsatz? Das erkläre ich im zweiten Teil.

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