Weg von geführten Fitnessgeräten, hin zum freien Training

Die meiste Zeit unseres Tagesablaufes beschäftigen wir uns mit Arbeit und Haushalt. Um ein Ausgleich zu den monotonen Bewegungen zu bekommen suchen sich viele eine sportliche Betätigung.
Für die meisten ist das Fitnessstudio die perfekte Abwechslung zum Alltag und gleichzeitig macht man etwas für seine Gesundheit. Das erste Training im Fitnessstudio ist meist ein Ausdauergerät und mehrere Kraftgeräte. Diese Geräte werden nun mehrere Wochen oder gar Monate immer wieder wiederholt sofern der trainierende nicht auf den Trainer zu geht. Somit folgt zu den monotonen Alltagsbewegungen auch noch ein monotones repetitives Training an Geräten, die uns in ein bestimmtes Bewegungsmuster zwingen. Sofern keine körperlichen Beschwerden bestehen wirken sich die Geräte nicht nachteilig auf die Gesundheit aus, sondern fördern isoliert einen Muskel oder ein Teil einer Muskelkette. Der Vorteil der geführten Geräte ist ein schnelleres sichtbares Ergebnis beim Muskelwachstum. Hat der trainierende nun aber Beschwerden, wie z.B. Schulterschmerzen, so besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit das sich die Problematik verschlimmert.

Nehmen wir das Butterfly-Gerät im Studio. Man sitzt angelehnt, jeweils links und rechts einen Griff in der Hand und führt die Arme gleichmäßig, auf einer zuvor eingestellten Position vor dem Körper zusammen und lässt langsam wieder nach. Ziel der Aufgabe ist die Kräftigung der Brust und Arm Muskulatur. Wann machen wir solch eine Bewegung im Alltag? Die einzige Bewegung, die dem nahe kommt ist mit einer großen Gartenschere zu arbeiten. Ansonsten fällt mir keine ein. Unsere Bewegungen sind komplex und mehrgelenkig aufgebaut. Allein eine Tasse aus einem hohen Schrank zu holen. Bedarf nicht nur die komplette Armmuskulatur, sondern auch Schultergürtel-, Rumpf- und Beinmuskulatur müssen gut zusammenarbeiten. Dies erhalten wir nicht, wenn wir fest in einem Sitz sitzen und isoliert einen Muskel ansteuern. Somit ist es ratsam so schnell wie möglich ins freie, funktionelle Training über zu gehen. 
Der Muskel oder die Muskelketten profitieren von solch einem Training, da wir im Alltag nur selten einen Muskel isoliert ansprechen. Es fördern nicht nur die Zusammenarbeit der Muskeln untereinander, sondern auch die Koordination, das Gleichgewicht und die Gelenksstabilität. 
Da dort aber viele Haltungs- und Ausweichfehler entstehen sollte eine gute Betreuung oder Erfahrung Standard sein.

Categories: Fitness